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16.07.2019 08:43 Alter: 150 days

ÖKUMENISCHES PATRIARCHAT

Presse- und Kommunikationsbüro


14. Juli 2019

 

 

Nach Fragen von Journalisten zu beleidigenden Äußerungen gegen das Ökumenische Patriarchat, die dem Vernehmen nach vor kurzem von einem Vertreter der autonomen Struktur des Moskauer Patriarchats in der Ukraine gemacht wurden, nimmt der Direktor des Presse- und Kommunikationsbüros des Ökumenischen Patriarchats Nikos Papachristou wie folgt Stellung:

 

Jegliche Behauptungen oder Informationen, denen zufolge das Ökumenische Patriarchat angeblich irgendwelche Forderungen finanzieller oder sonstiger Art an politische oder kirchliche Personen gestellt habe oder immer noch stelle, um den Tomos der Autokephalie der Orthodoxen Kirche der Ukraine zu gewähren, bzw. derartige Gegenleistungen erhalten habe, sind absolut falsch,unbegründetund verleumderisch. Gleichzeitig sind solche Behauptungen höchst beleidigend für die Mutterkirche von Konstantinopel, die schon neun lokalen Orthodoxen Kirchen, darunter auch jener von Moskau, ihre Autokephalie auf entsprechende und ähnliche Weise gewährt hat.

 

Bezeichnenderweise merkte der Ökumenische Patriarch vor kurzem in einer Rede bezüglich der Gewährung der Autokephalie an die Orthodoxe Kirche der Ukraine an: „Die kirchlich richtige Antwort, die das Ökumenische Patriarchat gegeben hat, basiert immer auf der jahrhundertelangen Tradition der Kirche, wird vom Evangelium inspiriert, respektiert die heiligen Kanones und ist frei von jeglichem politischen und diplomatischen Druck. Dies sollte wirklich vor dem Hintergrund der Vorwürfe und Fehlinformationen, den berüchtigten fake news, die im Internet kursieren und sich gegen die kanonischen Rechte des Ökumenischen Patriarchats richten, klargestellt werden.

 

Weiterhin sollten alle Beteiligten daran erinnert werden, dass am 6. Januar 2019 der Ökumenische Patriarch Bartholomaios Seiner Seligkeit dem Metropoliten von Kiew und der ganzen Ukraine Epifanij, Vorsteher der Orthodoxen Kirche der Ukraine, die durch das Vereinigungskonzil vom 15. Dezember 2018 errichtet wurde, den Tomos der Autokephalie übergab. Von diesem Tag an ist die neue autokephale Orthodoxe Kirche der Ukraine absolut selbstverwaltet und hat die volle Freiheit, ihre internen Angelegenheiten nach eigenem Urteil und nach den Entscheidungen ihrer heiligen Synode zu erledigen. Ihre Beziehung zur Kirche von Konstantinopel, die den ersten Rang innehat, ist eine Mutter-Tochter-Beziehung; eine starke spirituelle Verbindung, die seit Jahrhunderten – seit der Zeit der Taufe des Heiligen Fürsten Vladimir – bis heute erhalten geblieben ist. Diese Beziehung kann nicht gestört werden, auch von denjenigen nicht, die dies – offenbar für eigene Zwecke – weiterhin versuchen, weil die Mutterkirche von Konstantinopel zu allen Zeiten in Aufopferung und Selbstverleugnung für alle ihre geistlichen Kinder Sorge trägt.