Deutsch
Ελληνικά
17.08.2012 10:46 Alter: 6 yrs

DAS ÖKUMENISCHE PATRIARCHAT

KOMMUNIQUÉ


Das Ökumenische Patriarchat bekundet seine tiefe Besorgnis über das aktuell verbreitete Wiederaufflammen der Gewalt auf der ganzen Welt. Von Amerika bis Afrika und überall in Europa und Asien, werden die Kontinente mit dem Phänomen der Intoleranz konfrontiert, das nicht nur die weltweite Stabilität und den Frieden untergräbt, sondern auch eine Leugnung der Menschenwürde darstellt. Rassistische Morde, Völkermord, ethnische Säuberungen, Antisemitismus, Zerstörung von Kultstätten etc. sind barbarische Handlungen, die öffentlich angeprangert werden müssen, insbesondere wenn sie unter dem Vorwand der Religion stattfinden. 

 

Das Ökumenische Patriarchat ist besonders besorgt über die Situation im Nahen Osten sowie in Nigeria und Sudan. Zusammenstöße zwischen Christen und Muslimen in diesen Teilen der Welt müssen durch die Förderung der Nächstenliebe, als Ausdruck der friedlichen Verbindung zwischen den Menschen, überwunden werden. Darüber hinaus ist das Ökumenische Patriarchat zutiefst besorgt über die Zukunft der Menschen in Syrien, wie auch um die Zukunft des Christentums in diesem Land. Deshalb fordern wir alle beteiligten Parteien in diesem Konflikt auf, ihre Waffen niederzulegen, vor allem angesichts der Dringlichkeit der humanitären Situation. 

 

Die Lösung solcher Konflikte erfordert vor allem den Dialog. Der Dialog ist mehr als nur der Schlüssel zu einem besseren gegenseitigen Verständnis unserer Unterschiede, tatsächlich ist der Dialog die Wurzel der Versöhnung und Veränderung. Daher haben die religiösen Führer der Welt die moralische Verpflichtung, sich dem Krieg entgegenzustellen und den Frieden als grundlegende Notwendigkeit zu fördern. In ihrem Dialog sind sie dazu aufgerufen, mit besonderem Nachdruck den Frieden Gottes in einer Welt des Aufruhrs hervorzuheben. Religion kann und darf niemals Ausgangspunkt für Krieg und Konflikte sein, indem sie als Instrument des Fundamentalismus und Fanatismus zu rein politischen Zwecken verwendet wird. Unermüdlich und mit großer Entschlossenheit  wiederholen wir, dass jedes Verbrechen im Namen der Religion ein Verbrechen gegen die Religion ist. In dieser Hinsicht ist der Dialog die einzige Hoffnung für die Erreichung des Friedens. 

 

Schließlich äußern Seine Allheiligkeit, der Ökumenische Patriarch Bartholomaios, und das Ökumenische Patriarchat ihre Solidarität mit und das Mitgefühl für alle, die von Gewalt betroffen sind, und senden einen inständigen Appell an alle autokephalen orthodoxen Kirchen, alle christlichen Kirchen und religiösen Gemeinschaften sowie an die internationalen Organisationen und Staaten, aber auch an jeden Menschen guten Willens, am Sieg des Friedens über Krieg und Hass mitzuwirken. 

 

Ökumenisches Patriarchat,

Sekretariat der Heiligen Synode, 14. August 2012