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14.12.2016 20:43 Alter: 3 yrs

Grußwort bei der Eröffnung der 47. Priestertagung der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland

von Metropolit Augoustinos von Deutschland


(Bonn/Neuss, 12. Dezember 2016 )

 

Verehrte, liebe Mitbrüder im bischöflichen und priesterlichen Dienst,

liebe ökumenische Gäste,

(...)

meine Damen und Herren!

 

Die diesjährige Priestertagung unserer Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland findet hauptsächlich in Bonn statt. Allerdings nutzen wir auch in diesem Jahr die Möglichkeit, die Eröffnung in einer der nahe gelegenen Kirchengemeinden stattfinden zu lassen, heute also hier in Neuss. Dies gibt unseren aus der gesamten Bundesrepublik angereisten Priestern und Diakonen die Möglichkeit, auch andere Kirchengemeinden und ihre Gläubigen, aber auch ihre Gebäude und ihre Aktivitäten kennenzulernen. Und umgekehrt können die Gläubigen der Kirchengemeinde des heiligen Nektarios unsere zahlreichen Geistlichen persönlich sehen und sprechen. Dafür ist der heutige Abend vorgesehen. Und schließlich sind ja auch die Vertreter unserer Schwesterkirchen und der staatlichen Partner unserer Metropolie präsent, für deren Grußworte ich herzlich danke. Ich grüße Sie alle in Freundschaft und Dankbarkeit. Ein ganz besonderer Gruß gilt an dieser Stelle auch dem Gastredner dieses Jahres, dem verehrten Metropoliten Pavlos von Sissanion und Siatista, einem exzellenten Theologen und weisen Bischof unserer Kirche.

Wenn Sie, liebe Teilnehmer und liebe Gäste der Priestertagung, diese Kirche und ihren Gemeindesaal sehen, werden Sie verstehen, dass es sich um die Realisierung eines alten Traums der orthodoxen Gläubigen aus Neuss handelt: ein eigenes kirchliches und gemeindliches Zuhause zu haben, damit der Zustand der pastoralen Obdachlosigkeit beendet wird. Überall in Deutschland hat es diesen Traum gegeben und nicht ohne Stolz und mit einer gewissen Rührung kann ich nach über fünf Jahrzehnten Dienstes hierzulande sagen: dieser Traum ist an zahlreichen Orten Deutschlands in Erfüllung gegangen.

Auch was unsere Priester betrifft, haben wir alle unseren priesterlichen Dienst mit den jeweiligen Träumen begonnen: nicht nur wie wir es schaffen können, Gebäude und Räume für unsere Gemeinden zu finden oder zu schaffen, sondern auch wie es gelingen kann, lebendige Kirchengemeinden zu schaffen mit bewussten orthodoxen Christinnen und Christen als integrierten Mitgliedern der hiesigen Gesellschaft.

Über Erfolge dieser Arbeit wollen wir in diesen Tagen miteinander sprechen, in gleicher Offenheit und Ehrlichkeit aber auch über die Misserfolge, die wir in unserem beruflichen und pastoralen Dienst zu verzeichnen haben. Auch deshalb haben wir der Priestertagung den Titel „Die Einsamkeit des Priesters“ gegeben. Man hätte auch sagen können: vom Traum zum Trauma...

Ich bin gespannt auf die Referate und die Diskussionen unserer Tagung und freue mich auf unser Miteinander. Mein Dank gilt allen, die unsere Priestertagung vorbereitet haben. Und ein besonderes Dankeschön sage ich allen treuen Helferinnen und Helfern, die uns heute Abend hier empfangen und bewirten.

Die 47. Priestertagung der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland ist hiermit eröffnet!