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21.06.2011 12:04 Alter: 8 yrs

Grußwort von Metropolit Augustinus von Deutschland

anlässlich des Jahresempfangs der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland am 8. JUNI 2011


Verehrte, liebe Mitbrüder im bischöflichen und priesterlichen Dienst,

verehrte Festversammlung!

 

Wenn ich Sie in diesem Jahr zum Jahresempfang unserer Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland begrüße, tue ich dies noch unter dem starken Eindruck des Evangelischen Kirchentages, der am Sonntag in Dresden zu Ende ging. Auch dieses Mal habe ich daran teilgenommen und muss gestehen, dass ich zwar der Aussage seiner Präsidentin, dies werde der „ökumenischste Kirchentag aller Zeiten“, aus meiner orthodoxen Sicht nicht zustimmen kann; trotzdem ist es immer wieder ein Jungbrunnen, unter so vielen jungen, engagierten Menschen zu sein.

Jung und engagiert ist auch unsere Metropolie, die sich langsam auf ihr 50-jähriges Bestehen vorbereitet, und Sie, liebe Freunde unserer Kirche, zum Jahresempfang eingeladen hat, der traditionsgemäß anlässlich des Namenstages Seiner Allheiligkeit des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios stattfindet. Ich begrüße Sie alle, Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen, des deutschen und des griechischen Staates, der Bundesstadt Bonn, des öffentlichen Lebens und der Presse, in gleicher Verbundenheit und Herzlichkeit. Sie sehen es mir bitte nach, dass ich Sie auf diese allgemeine Art und Weise und nicht einzeln begrüße. Der Einladung konnten Sie entnehmen, dass es uns auch in diesem Jahr gelungen ist, einen exzellenten Festredner zu gewinnen, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber, den ich natürlich besonders willkommen heiße.

Bischof Weber ist bekanntlich auch der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, zu deren treuen Mitgliedern die orthodoxe Kirche dieses Landes gehört. Wir sind dankbar für dieses Forum der multilateralen Ökumene, das es hierzulande neben den vielen bilateralen Kontakten unserer Kirche gibt. Dass Sie, verehrter, lieber Herr Bischof, dies auch so sehen, haben Sie in den vergangenen Jahren deutlich gezeigt; dafür zolle ich Ihnen auch an dieser Stelle meine aufrichtige Hochachtung und Dankbarkeit.

Im vor uns liegenden Jahr erwarten wir nun den Besuch von Papst Benedikt XVI., der bereits angekündigt hat, dass neben den Begegnungen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland in Erfurt auch ein Treffen mit der Orthodoxen Bischofskonferenz unseres Landes auf seinem Besuchsprogramm steht. Wir freuen uns über diese brüderliche Geste, die, wie wir hoffen, neue Impulse auch für die deutsche Ökumene bringen wird. Für mich persönlich wird es ein Wiedersehen mit meinem akademischen Lehrer aus meinen Studienzeiten in Münster sein…

Ich bin übrigens seit jener Zeit, vor inzwischen fünf Jahrzehnten, fest davon überzeugt, dass es keinen anderen Weg in der Ökumene gibt als den Dialog in Liebe und Wahrheit. Daran halten wir fest; daran arbeiten wir weiter!

Gestatten Sie mir aber nun, unserem heutigen Festredner das Wort zu erteilen. Lieber Bischof Weber, wir bitten Sie um Ihr Wort!