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12.06.2013 23:27 Alter: 6 yrs

GRUSSWORT

von Metropolit Augoustinos von Deutschland


ANLÄSSLICH DES JAHRESEMPFANGS DER

GRIECHISCH-ORTHODOXEN METROPOLIE VON DEUTSCHLAND

AM 11. JUNI 2013

Verehrte, liebe Mitbrüder im bischöflichen und priesterlichen Dienst,

verehrte Festversammlung!

 

Auch in diesem Jahr begrüße ich Sie zum Jahresempfang unserer Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland, der anlässlich des Namenstages Seiner Allheiligkeit des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios stattfindet und so viele Freunde unserer Metropolie in dieser Kirche versammelt. Ich begrüße Sie alle, Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen, des deutschen und des griechischen Staates, der Bundesstadt Bonn, des öffentlichen Lebens und der Presse, in gleicher Verbundenheit und Herzlichkeit. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich Sie in dieser allgemeinen Art und Weise anspreche und nur einen einzigen Gast namentlich begrüße. Es handelt sich um einen langjährigen Freund unserer Metropolie, Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff von Aachen, der in diesem Jahr den Festvortrag halten wird und den ich ganz besonders willkommen heiße.

Ich glaube, die meisten von Ihnen kennen bereits den Ablauf unserer Jahresempfänge: nach der Doxologie, dem Dankgebet, das wir soeben mit Unterstützung des Byzantinischen Chores unserer Metropolitankirche gehalten haben, und nach meinen Worten folgt der Festvortrag. Für danach lade ich bereits jetzt ein, hier im Hof und im Saal unserer Metropolie bei einem Glas Wein miteinander ins Gespräch zu kommen, damit wir – nach dem Wort des Dichters - uns „einander in die Augen schauen“ können.

Dieser Ablauf ist seit vielen Jahren gleich und, wie ich glaube, eine schöne Tradition geworden. Was ist aber anders in diesem Jahr? Nun, wir feiern Jubiläum, nämlich das 50jährige Bestehen unserer Metropolie!

Wir leben ja in einem Land, dem nachgesagt wird, dass es gerne alles regelt. So war es bis vor einigen Jahren Handelsunternehmen nur dann gestattet ihr Jubiläum zu feiern, wenn die Zahl der gefeierten Jahre durch 25 teilbar war. Dies war im „Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb“ so festgelegt. Ein 50-jähriges Jubiläum durfte man also schon damals feiern – und heute auch!

Wir sind zwar kein Handelsunternehmen, aber feiern können wir auch! Wir tun dies sozusagen ein ganzes Jahr lang an vielen Orten in Deutschland, überall dort, wo es Kirchengemeinden unserer Metropolie gibt. Und unsere Feier findet ihren Höhepunkt im Besuch Seiner Allheiligkeit des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios, der im Mai 2014 nach Deutschland kommen wird. Die Vorbereitungen dieses Besuchs und die Vorfreude darauf begleiten bereits jetzt unser Jubiläumsjahr.

Wir sind kein Handelsunternehmen und befinden uns auch nicht in einem „unlauteren Wettbewerb“ – oder auch lauteren Wettbewerb! - mit anderen Kirchen und Organisationen in diesem Land. Ich würde unsere Präsenz in Deutschland eher mit dem Bild der „harmonischen Symphonie“ beschreiben wollen. Gemeint ist damit ein Gleichklang in Eintracht und gemeinsamer Verantwortung, den wir miteinander und füreinander erlangen. Dies ist in den letzten 50 Jahren erreicht worden und dies soll auch weiterhin so sein. Möglich ist dies unter anderem wegen der Religionsfreiheit in diesem Land, deren Wert wir gerade in diesen Tagen – 1700 Jahre nach dem Mailänder Edikt! – besonders zu schätzen wissen.

„Religionsfreiheit – ein Weg für den Frieden“ ist auch das Thema Ihrer Ausführungen, lieber Herr Bischof Mussinghoff. Diesen will ich nicht vorgreifen und bitte Sie deshalb jetzt um Ihr Wort!