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19.12.2015 22:20 Alter: 4 yrs

Grußwort bei der Feierstunde zum 50-jährigen Bestehen der „Ökumenischen Kommission zur Unterstützung orthodoxer Priester in der Bundesrepublik Deutschland“

Metropolit Augoustinos von Deutschland Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD)


(Berlin, 18. Dezember 2015)

 

 

Als langjähriger Vorsitzender der „Ökumenischen Kommission zur Unterstützung orthodoxer Priester in der Bundesrepublik Deutschland“ grüße ich Sie alle, sowohl die Vertreter unserer Mitglieder, als auch unsere Gäste, die mit uns das 50-jährige Bestehen der Kommission feiern möchten.

50 Jahre sind eine lange Zeitspanne in unserer schnelllebigen Gesellschaft und, gestatten Sie mir die Bemerkung, ich glaube die letzten 50 Jahre waren besonders reich an Veränderungen in der kirchlichen, politischen und gesellschaftlichen Landschaft. Wo standen wir 1965 und wo stehen wir heute? Wie sah die Welt damals aus und wie heute? Kalter Krieg herrschte damals und heute wächst zusammen, was zusammen gehört. Was für eine Vielzahl von Veränderungen!

Es gibt aber auch Konstanten in dieser Zeit. Die aufopferungsvolle Arbeit orthodoxer Geistlicher in diesem Land gehört dazu. Und ebenso gehört die ökumenische Hilfe der Schwesterkirchen dazu. Ihnen gilt mein besonderer Dank, ebenso wie den staatlichen Stellen des Bundes und des Landes, die uns immer geholfen haben.

In meinem schriftlichen Grußwort in der Broschüre, die aus Anlass des heutigen Tages erarbeitet wurde, habe ich bereits Frau Slatinay und Frau Schnars bedacht. Hier an dieser Stelle möchte ich auch noch den unvergessenen Herrn Alex Proc erwähnen, der die Anfangsjahre unserer Kommission begleitet hat. Möge der Herr über Leben und Tod den treuen Dienst aller drei vergelten und sie im Schoße der Gerechten ruhen lassen.

 

Ein letzter Dank heute gilt schließlich Ihnen, lieber Mitbruder im Bischofsamt, lieber Bruder Damian. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Sie, bevor sie ins Kloster gingen, als Arzt tätig waren. Von der Medizin haben wir die drei Worte gelernt: Anamnese, Diagnose und Therapie. In unserer Broschüre betreiben wir ein wenig die Anamnese, d.h. die Geschichte unserer Kommission. Durch Ihr klares Urteilsvermögen und Ihre geschärfte Sicht der Dinge tragen Sie immer wieder zur richtigen Diagnose unserer kirchlichen und religiösen Situation bei. Und auch die kommenden 50 Jahre unserer Kommission werden Jahre der Therapie, d.h. der Linderung der Not unserer Priester und der ihnen anvertrauten Gläubigen sein. Dazu helfe uns unser Herr Jesus Christus, der Arzt unserer Seelen und Leiber ist. Amen.