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06.06.2016 22:18 Alter: 3 yrs

Begrüßung beim Jahresempfang 2016der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland

Metropolit Augoustinos von Deutschland


Bonn

(9. Juni 2016)

Wir behandeln die Falschen – unser Problem sind die Normalen:

Mit diesen ungewöhnlichen Worten begrüße ich Sie, 

Exzellenzen, hochwürdige Mitbrüder im bischöflichen und priesterlichen Dienst, 

liebe Brüder und Schwestern aus den Kirchen unseres Landes,

sehr geehrte Vertreter des diplomatischen und des konsularischen Corps,

verehrte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur,

sehr geehrte Damen und Herren,

zum diesjährigen Jahresempfang unserer Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland am heutigen Himmelfahrtstag unserer Kirche. Und ich meine mit diesem Zitat nicht die derzeitige überaus verworrene Situation unserer Kirche, von der Sie sicherlich wissen. Schließlich stehen wir einige Tage vor dem Beginn des „Heiligen und Großen Konzils“, das in Kreta stattfinden wird. In dieser Situation überstürzen sich täglich, ja stündlich, neue Nachrichten von tatsächlichen und vermeintlichen Hindernissen für die Realisierung dieses kirchengeschichtlichen Projekts, für das Generationen von Theologen und Bischöfen sich eingesetzt haben. 

Es ist das Verdienst des erfahrenen Steuermanns, Seiner Allheiligkeit unseres Patriarchen Bartholomaios, dessen Namenstag wir heute vorfeiern, zahllose Klippen umschifft zu haben. Und ich persönlich vertraue darauf, dass er auch die noch vor uns liegenden Tage bis zum Beginn des Konzils meistern wird, damit wir pünktlich am Pfingsttag beginnen können. Ich sage „wir“, weil auch ich selbst die Ehre haben werde, der bischöflichen Delegation des Ökumenischen Patriarchats in Kreta anzugehören.

Nein das Zitat „Wir behandeln die Falschen – unser Problem sind die Normalen“ soll ein besonderer Gruß an den Festredner des heutigen Tages, Dr. Manfred Lütz sein, da eines seiner vielen Bücher diesen Titel trägt, mit dem nicht nur etwa über das Buch und seinen Inhalt, sondern insbesondere auch über seinen Verfasser gesagt wird. Er bürstet nämlich gerne gegen den Strich, gleich ob es sich um medizinische, theologische oder sonstige Veröffentlichungen handelt. 

Es ist deshalb eine besondere Ehre, Sie heute als Festredner hier zu haben, lieber Dr. Lütz. Sie setzen damit eine gute ökumenische Tradition fort, ganz wie es dem Stil dieses Hauses entspricht. Ich bin gespannt auf Ihre Ausführungen und bitte Sie um Ihr Wort. 

Gestatten Sie mir bereits jetzt, Sie alle im Anschluss an die Worte von Herrn Lütz zum Empfang im Saal gegenüber und im Hof unserer Metropolie einzuladen. Wie jedes Jahr werden wir auch heute Gelegenheit zu guten Gesprächen und einem entspannten Miteinander haben.  

Vielen Dank.