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17.11.2011 12:09 Alter: 8 yrs

Grußwort bei der Synode der Evangelischen Kirche von Westfalen 2011

Metropolit Augoustinos von Deutschland (14-18. November 2011)


Hohe Synode,

es ist mir eine besondere Freude, Ihnen auch in diesem Jahr die aufrichtigen Segenswünsche und herzlichen Grüße der orthodoxen Christinnen und Christen unseres Landes, meiner Mitbrüder im Bischofsamt, der Geistlichen und der Laien, zu übermitteln. Es ist eine gute Tradition geworden, dass wir uns gegenseitig besuchen, wenn unsere jeweiligen Leitungsgremien tagen, und es zeugt von einer gewachsenen Ökumene in Deutschland, dass auch wir als orthodoxe Christen an Ihrer Synode beteiligt sind: Dies ist nicht mehr eine Sensation, sondern der Normalfall. Dafür danke ich Ihnen.

Für uns als Zaungäste ist Ihre diesjährige Synode natürlich auch wegen des anstehenden Wechsels im Präsesamt der Evangelischen Kirche von Westfalen interessant; das ist ein Ereignis, das weit über den eigenen Kirchturm hinaus Bedeutung hat. Sicherlich ist ein derartiges Grußwort nicht der Ort für eine hinreichende Würdigung der Verdienste des bisherigen Präses Alfred Buß um die guten und freundschaftlichen Beziehungen zu uns Orthodoxen; ich darf aber bereits heute ein lautes und vernehmliches Dankeschön für diesen ökumenischen Dienst sagen.

Für die Orthodoxe Kirche in Deutschland war das vergangene Jahr ein Jahr der Konsolidierung ihrer neu gegründeten Bischofskonferenz. Im Juli 2007 hatten die Vertreter aller orthodoxen autokephalen Kirchen die offizielle Gründung von Bischofskonferenzen in verschiedenen Gegenden der Welt, auch in Deutschland, beschlossen. Dies hatte zur Folge, dass unsere bislang existierende KOKiD, die „Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland“, im vergangenen Jahr zur Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland wurde und somit einen verbindlicheren Status erhielt. Alle orthodoxen Diözesen unseres Landes arbeiten hier zusammen, 19 orthodoxe Bischöfe gehören zu der Bischofskonferenz. Natürlich existieren die einzelnen Diözesen weiter und verwalten ihre eigenen Angelegenheiten; andererseits werden die gemeinsamen Interessen nun auch gemeinsam vertreten. Dies gilt zum Beispiel gegenüber den staatlichen Stellen auf den unterschiedlichen Ebenen, aber auch gegenüber den Medien und der Öffentlichkeit. Insbesondere aber gilt dies auch gegenüber den anderen Kirchen des Landes. Aus diesem Grund lasse ich Sie heute, hohe Synode, auch an dieser unserer Freude teilhaben. Denn wir freuen uns darüber und sind gespannt auf die in unserer Kirche anstehenden weiteren Entwicklungen.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen gute Beratungen und eine gesegnete Zeit in Bethel.

Metropolit Augoustinos von Deutschland

Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD)